
Förderkreis „Leben braucht Wasser e.V.“ zeigte sich erfreut über die finanzielle Unterstützung
Osterburken. (jk) In traditioneller Weise fand im aktuellen sowie auch im vergangenen Schuljahr an der Realschule Osterburken wieder eine Spendenwanderung statt. Nachdem die Schülerinnen und Schüler mit ihren Sponsoren die Beträge ausgehandelt hatten, welche sie pro erwanderten Kilometer von diesen anschließend erhalten sollten, ging es abermals auf Schusters Rappen los. Ergänzt durch die Erlöse aus verschiedenen Verkaufsaktionen diverser Klassen, kam ein beachtlicher Betrag von 5.500 Euro zusammen, den man sinnvoll einem sozialen Projekt, welches seine Wurzeln in der Region hat, zugutekommen lassen wollte.
Der Schülerrat und die Gesamtlehrerkonferenz entschieden sich dieses Mal für den Förderkreis „Leben braucht Wasser e.V.“ mit seinen unterstützenswerten Projekten.
Gegründet im Jahr 2009 hat sich dieser Verein der Förderung der Entwicklungszuammenarbeit sowie der Förderung mildtätiger Zwecke für bedürftige Menschen in Peru verschrieben. Wie in vielen Teilen der Welt, so ist auch in Peru ein Großteil der ärmeren Bevölkerung auf die Erträge seiner Felder angewiesen. Viele Menschen leben von der Hand in den Mund, doch fallen aufgrund der geografischen Gegebenheiten und der fehlenden Infrastruktur viele Ernten schlecht aus, sodass ganze Familien hungern müssen.
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien erhielten die Schülerinnen und Schüler nun interessante Einblicke, wie ihre erwirtschafteten Spendengelder denn nun eingesetzt werden würden.
Bernhard Heilig ließ es sich als erster Vorsitzender des Vereins nämlich nicht nehmen, den Schülern zu danken und ihnen im Rahmen einer kurzen Präsentation bildlich die Situation in Peru vor Augen zu führen.
Wasser aus dem Hahn, sanitäre Einrichtungen – für uns alles selbstverständlich. In diesem Teil der Erde ist dem jedoch nicht so. Doch Wasser wird nicht nur für den täglichen Gebrauch benötigt, sondern stellt als Voraussetzung für landwirtschaftliche Kultivierung einen Grundstein der Ernährungsversorgung dar. Kilometerweit wird es deshalb häufig Eimer für Eimer herbeigeschafft. Doch nicht nur Wasser ist ein knappes Gut, sondern auch das Holz, welches für die Nahrungszubereitung als Brennstoff benötigt wird. Als knapper Rohstoff muss es mit erheblichem Zeitaufwand beschafft werden und hier setze nun die Hilfe der Realschule Osterburken an. Bernhard Heiligs Dank galt allen Organisationen sowie den zahlreichen Sponsoren, Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden, die die Schülerschaft bei ihren Aktionen so großzügig unterstützt haben.
„Der beeindruckende Spendenbetrag von sage und schreibe 5.500 Euro, der in mehreren Schulaktionen von euch gesammelt wurde, ermöglicht die Umsetzung des Projekts ´200 Holzsparöfen für Familien in Peru´!“, so der 1. Vorsitzende des Förderkreises. Diese Öfen ersetzten nun das herkömmliche Kochen auf drei Steinen am Boden und würden den immensen Verbrauch des knappen Rohstoffes Holz senken, was eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für die Familien bedeute.
Man freue sich über die Kooperation mit der Realschule Osterburken und würde auch künftig gerne über die Projektarbeit berichten und Einblicke in die peruanische Kultur geben.






