Informationen zur Wahl der weiterführenden Schule nach Klasse 4
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Das Kürzel "RSO" steht nicht nur für Realschule Osterburken, sondern auch für die Begriffe "respektvoll, sozial, offen", die auch künftig unser pädagogisches Handeln bestimmen sollen. Was genau hinter den drei Begriffen unseres Kürzels steckt, erfahren Sie in unserem Leitbild.
Als selbstständige Schule besteht die Realschule Osterburken seit 1983 und der Schulbetrieb begann im heute noch bestehenden Gebäude. Die Realschule Osterburken blickt auf eine lange Geschichte zurück, die stets von einer offenen und innovativen Atmosphäre geprägt war.

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Realschule Osterburken veranstaltete erkenntnisreichen Informationsabend mit Kinder- und Jugendcoach Eduard Joos
Bezüglich dieser Thematik konnte die Realschule Osterburken den Kinder- und Jugendcoach Eduard Joos als Referenten gewinnen, welcher im Rahmen seines Vortrages in der gut gefüllten Aula der interessierten Elternschaft aufzeigte, wie unbewusste frühkindliche Reflexe, emotionale Blockaden und das eigene Verhalten als Eltern die Lern- und Konzentrationsfähigkeit beeinflussen können.
Eduard Joos gelang es von Anfang an durch das Berichten ernster, biografischer Erlebnisse als Familienvater die Aufmerksamkeit des Publikums zu erreichen, was auch durchaus der kurzweiligen und humorvollen Art des Redners trotz der ernsten Thematik zu verdanken war.
Neben einem kleinen Exkurs zum Aufbau unseres menschlichen Gehirns widmete sich der Referent der interessanten Thematik, wie sich frühkindliche, nicht steuerbare Reflexe auf Lernprozesse der Kinder und Jugendlichen auswirken können. Mindestens die Hälfte aller Menschen sei mit restaktiven frühkindlichen Reflexen ausgestattet, welche der Mensch im Laufe seines Lebens lernt zu kompensieren, diese gilt es jedoch stattdessen gewinnbringend zu integrieren.
Der sogenannte „Moro-Reflex“, der Stressschutzreflex, bewirke beispielsweise bei Nichtintegration, dass sich ein Kind quasi im ständigen Überlebensmodus befinde. Permanente Ablenkbarkeit, Konzentrationsprobleme, Unruhe und das Gefühl von Schutzlosigkeit können die Formen der Auswirkung sein. Ein restaktiver „Furcht-Lähmungsreflex“ als Ursache für die Handlungsunfähigkeit eines Schülers durch einen Blackout bei einer Klassenarbeit sei eine häufige Begebenheit. „Ich kann die Thematik, kann das Erlernte aber in der Klassenarbeit nicht abrufen!“ Bestätigendes Nicken seitens der elterlichen Zuhörerschaft zeugte davon, dass diese Aussage keine Seltenheit bei heimischen Gesprächen nach Klassenarbeiten und Tests in den Familien darstellt. Auch der Integration des „ATNR-Reflexes“ (Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex) sprach Joos große Bedeutung zu. Er sei beispielsweise zuständig für die Hand-Augen-Koordination und liefere Erklärungen, warum so mancher Schüler mit LRS-Diagnose Buchstaben vertausche oder beim Lesen in den Zeilen springe.
Durch wiederholende, motorische Übungen gelänge es in vielen Fällen solche Reflexe zu integrieren, sodass für das Kind Ruhe einkehre.
Des Weiteren waren „emotionale Blockaden“, die zu Frust und Schulstress führen ein Thema. Trennungen, Verluste, Versagensängste und Leistungsdruck stellen nicht selten die Ursache beispielsweise für Rückzug, Wutausbrüche, Angst vor neuen Situationen, Perfektionismus oder auch völlige Verweigerung dar.
Eduard Joos appellierte an die Elternschaft körperliche Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen bei ihren Kindern ernst zu nehmen. „Es steckt etwas dahinter! Auch wenn es etwas Kleines war, war es für das Kind vielleicht etwas Großes!“
Ebenso rückte die Thematik „Selbstreflexion“ ins Bewusstsein der erwachsenen Zuhörerschaft. Es gelte eigene Gefühle zu regulieren und nicht auf die Kinder zu übertragen, sich seiner eigenen Trigger bewusst zu sein.
Selbstfürsorge sei die Basis für gutes Elternsein, das Kind müsse die elterliche Bindung als „sicheren Hafen“ empfinden.
Oft tue die Offenheit für einen Perspektivwechsel mal ganz gut, denn „bei Pubertät ist wegen Umbau oft geschlossen“.
Die zahlreichen Fragen der Zuhörerschaft sowie die an den Vortrag anschließenden Gespräche in kleiner Runde zeugten davon, dass die Veranstaltung wohl einen wichtigen Nerv getroffen hatte und so einige erhellende Erklärungen den interessierten Elternteilen näherbringen konnte.






