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| Als selbständige Schule besteht die Realschule Osterburken seit 25 Jahren. Der Ursprung unserer Schule liegt allerdings noch wesentlich weiter zurück und ist eng verknüpft mit der Geschichte des GTO: | |||||
| 1965 wurde das GTO als Progymnasium gegründet, um im hiesigen Raum die „Bildungsreserven" zu erschließen und den Kindern hier den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen. Der Zuspruch war enorm und das GTO wuchs in unerwartetem Maße. Bald schon wurde deutlich, dass eine Erweiterung zu einem Vollgymnasium und die Angliederung eines Realschulzugs sinnvoll waren. Die erste Realschulklasse wurde 1971 als 7. Klasse eingeführt. Ziel war es, auch Schülerinnen und Schülern mit nicht so stark ausgeprägten sprachlichen und theoretischen Begabungen die Chance für einen mittleren Bildungsabschluss zu ermöglichen.Da die unterschiedlichen Begabungsschwerpunkte in vielen Fällen aber erst nach der 6. Klasse erkennbar wurden, entschied man sich 1972 in den Klassen 5 und 6 eine integrierte Orientierungsstufe einzuführen.
Dieses Modell: gemeinsamer Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6 mit einer Aufteilung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in A- und B-Kurse und einer Einteilung in einen Gymnasial- und einen Realschulzug. Erst zu Beginn der 7. Klasse fand große Zustimmung bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern. Die Folge waren weiterhin rasant wachsende Schülerzahlen. Schnell war das erst 1971 neu erstellte und als Modell gepriesene Schulgebäude zu klein und zeigte außerdem erhebliche bauliche Mängel. Aus diesem Grund wurde schon seit 1976 nach Ausweichmöglichkeiten und nach Möglichkeiten für eine Renovierung des Gebäudes gesucht. Die Stadt Osterburken, bis dahin mit Unterstützung des Landes Schulträger für Gymnasium und Realschulzug, war durch die auf sie zukommenden Kosten für Anbau und Renovierung überfordert und suchte nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Nach vielen quälenden Diskussionen wurde dann vom Kulturministerium als einzig gangbarer Weg die Trennung der Schulen und die Aufgabe der integrierten Orientierungsstufe beschlossen, da sich sonst kein anderer Geldgeber gefunden und außerdem die Orientierungsstufe in integrierter Form nicht in die Schulentwicklungspläne der Landesregierung gepasst hätte. Gegen den Willen aller Schüler, Eltern und Lehrer wurde im Herbst 1983 die endgültige Trennung vollzogen und damit die selbständige Realschule Osterburken ins Leben gerufen. Nach dieser Geschichte. Heute blicken wir mit einigem Stolz auf die 25 jährige Geschichte unserer Realschule zurück: Alle Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kolleginnen und Kollegen, die die damalige Trennungsphase miterlebten, haben das Beste aus der Sache gemacht. Mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein wurde die pädagogische Arbeit zum Wohl der Schüler fortgesetzt und alle Möglichkeiten ausgeschöpft, trotz der erschwerten Bedingungen den Ganztagsbetrieb aufrecht zu erhalten und die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium möglichst lebendig zu gestalten. Die Befürchtung der damaligen Trennungsgegner, dass sich die Schulen vollkommen auseinander entwickeln, hat sich zum Glück für beide Schulen in vielen Teilen nicht bewahrheitet: So ist zwar der intensive Lehreraustausch im Unterrichtsbereich heute nicht mehr vorhanden, aber im AG-Bereich, in der Strukturierung des Ganztagsbetriebes und teilweise in der Raumnutzung hat sich eine für beide Schulen positive, effektive und konstruktive Zusammenarbeit entwickelt und auch der persönliche Kontakt zwischen den Lehrerkollegien wird weiterhin gepflegt. Dies geschah nach der Trennung von Realschule und Gymnasium: Im Herbst 1983 wurde Herr Konrektor Bruno Trunk für ein Schuljahr als kommissarischer Schulleiter an unsere Schule abgeordnet. Die schwierige Aufgabe, die Emotionen zu dämpfen, die Realschule als selbständige Schule zu leiten und trotzdem so eng wie möglich mit dem GTO zusammen zu arbeiten meisterte er mit seiner Verbindlichkeit und Gelassenheit zu aller Zufriedenheit. Unterstützt wurde er durch eine Lehrergruppe der Realschule und insbesondere durch Herrn Schöbe, der als stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums auch bei der Erstellung und Abstimmung der Stundenpläne Beratung und Hilfe leistete. Im Juli 1984 wurde Herr Bruno Trunk als Konrektor nach Walldürn versetzt und an der Realschule Osterburken wurde Herr Bertold Bangert in sein Amt als Schulleiter eingeführt. Seine Erfahrungen, die er aus dem Auslandsdienst in der Türkei mitbrachte und seine Ideen z.B. für thematische Projekttage bereicherten das Schulleben und gaben wichtige Impulse für eine eigenständige Entwicklung. 1985 wurde Frau Heide Lochmann in das Amt einer Konrektorin der RSO eingeführt. Als Klassenlehrerin der ersten Realschulklasse seit 1971 am GTO und geprägt von den positiven Erfahrungen dort sowohl mit dem Ganztagsbetrieb und der offenen und innovativen Atmosphäre erfüllte sie in vielen Fällen Brückenfunktion zwischen den Schulen. 1987 verließ Herr Bangert nach nur drei Jahren Schulleitertätigkeit die RSO. Nach einem Jahr kommissarischer Schulleitung wurde Frau Lochmann 1988 zur Schulleiterin bestellt und 1989 Herr Michael Dier in sein Amt als Konrektor eingeführt. Nachdem Frau Lochmann in den Ruhestand verabschiedet wurde, übernahm Herr Dier die Aufgabe der Schulleitung und Herr Doktor Tornuss (2009) die Aufgaben des Konrektors. Seither leitet dieses Team die Realschule Osterburken. Nun, seit dieser Zeit ist sehr viel an der RSO geschehen.Nehmen wir als Beispiel die Schülerzahlen und bauliche Entwicklung: Die RSO wurde 1983 als zweizügige Schule ohne Ganztagseinrichtungen geplant, aber schon in den ersten Jahren reichten die 12 Klassenzimmer nicht aus, so dass zwei Klassen in die Baracke des Gymnasiums ausgelagert werden mussten. Die Abweisung von Kindern aus weit entfernten Gemeinden konnte nur kurzfristig eine Entlastung schaffen und die Zahlen wuchsen wieder an. Ende 1987 beantragte die Schulkonferenz deshalb den Bau weiterer Klassenräume, der vom Gemeinderat auch genehmigt wurde und schon 1989 eingeweiht werden konnte. Damals ging man langfristig von einer zweieinhalbzügigen Realschule aus. Aber die Schülerzahlen an unserer Schule wuchsen weiter gegen den Landestrend und die Räume im Anbau erwiesen sich für diese Klassenstärken als zu klein.Trotz vieler Umorganisationen wie die Umwandlung des Biologiesaals und des Medienraums in Klassenzimmer waren die Schüler nicht mehr ordentlich unterzubringen und die Schule sah sich erneut 1992 gezwungen einen Antrag auf Anbau zu stellen. Die Gemeinde sah sich zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Lage, diesen zu genehmigen. Deshalb wurde der Einzugsbereich eingeschränkt und seitdem kommen, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch Kinder aus den RIO-Gemeinden zu uns. Das brachte für einige Jahre etwas Entlastung und die Klassenzahl ging auf 16 zurück. Während all dieser Jahre war die Situation für den Schulsport mehr als unbefriedigend, da die Mitgenutzten Sportstätten im GTO nicht ausreichten und deshalb die Realschüler in die umliegenden Orte Schlierstadt und Rosenberg, sowie in die GHS zum Sportunterricht gefahren werden mussten. Das war sowohl aus zeitlicher als auch aus finanzieller Hinsicht auf Dauer untragbar. Deshalb wurde Ende 1996 der Antrag auf den Bau einer Sporthalle gestellt. Die Stadt Osterburken behandelte diesen Antrag sehr wohlwollend und schon 1998 konnte die großzügig ausgestattete Sporthalle in Betrieb genommen werden. Durch den Zuzug von vielen Aus- und Übersiedlern in den Einzugsbereich unserer Schule wuchsen auch die Schüler- und Klassenzahlen wieder und so mussten seit 1998 wieder Klassen in das GTO ausgelagert werden. Daraufhin wurde von der Schulkonferenz erneut ein Antrag auf Erweiterung gestellt. Diesmal genehmigte der Gemeinderat ihn zur Freude der Schulgemeinde sehr zügig und so wurde am 26.09.2003 die Einweihung unseres Neubaus gefeiert. Jetzt verfügen wir über neue und moderne Fachräume für Physik, Chemie, Biologie und IT und auch der Musiksaal konnte aus dem Hauptgebäude ausgelagert werden. Zusätzlich wurden durch den Umbau und die Renovierungen im Altbau mehrere Klassenräume gewonnen und zwei vergrößert, so dass nun alle 19 Klassen der RSO mit insgesamt 521 Schülerinnen und Schülern über ein eigenes ausreichend großes Klassenzimmer verfügen. Auch für das Fach Technik, für die SMV und für den Lehrerbereich wurden angemessene Bedingungen geschaffen. Schon immer war es ein Anspruch unsere Schule entsprechend den gesellschaftlichen Veränderungen und Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler zu gestalten und weiter zu entwickeln. Sowohl im unterrichtlichen als auch außerunterrichtlichen Bereich entwickelten sich dabei zahlreiche Aktivitäten, die zum Teil zu einer festen Einrichtung geworden sind und zum Profil unserer Schule gehören. So sind die jährlich stattfindenden Theateraufführungen ein Höhepunkt des Schuljahres. Zusätzlich zu den vielen Projekten und Studienfahrten, die an der RSO zum Schulalltag gehören, erbrachte die Teilnahme an Wettbewerben unterschiedlichsten Inhalts preiswürdige Ergebnisse. In den vergangenen Schuljahren konnten Beiträge für den Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung und beim NANU- Wettbewerb ausgezeichnet werden. Des Weiteren war unsere Schule stets bereit, sich den verändernden Anforderungen im Bildungswesen zu öffnen und zu stellen. Als Beispiel hierfür sei nur genannt, dass die RSO als eine von fünf Realschulen in Baden-Württemberg am BLK-Projekt, das die Weiterentwicklung und Veränderung der Unterrichtskultur im Mathematikunterricht zum Inhalt hatte, teilnahm. Ein weiteres Beispiel ist die erfolgreiche Bewerbung als Erprobungsschule für die ab dem Schuljahr 2004/05 verbindlich werdenden neuen Lehrpläne. Motor für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung waren die schulinternen Lehrerfortbildungen z.B. an Pädagogischen Tagen, die ein thematisch breites Spektrum zum Inhalt hatten. Neue Formen des Lernens, Kommunikationstraining, Medienkompetenz, Methodentraining, Öffnung von Unterricht, Evaluation und der Umgang mit schwierigen Schülern sind hierfür einige Beispiele. Neben der Optimierung des Unterrichts ist uns die Erziehung und Förderung des sozialen Verhaltens ein besonderes Anliegen. Ausdruck findet dieses Anliegen exemplarisch in unserer Schulordnung, in der rücksichtsvolles und gewaltfreies Verhalten stark gewichtet sind. Das Kürzel „RSO" steht nicht nur für Realschule Osterburken, sondern auch für die Begriffe „rücksichtsvoll, sozial, offen", die auch künftig unser pädagogisches Handeln bestimmen sollen. |
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